Liebesschwur. Trotz Nebenwirkungen.

Diesmal im Mitmachblog: Nebenwirkungen.

Wenn man lange genug sucht, kann man bei allem Nebenwirkungen entdecken. Meistens sind sie unangenehm und unerwünscht. Aber manchmal scheint es so, als nähme man sie sehenden Auges in Kauf. Speziell in Liebesdingen hat man schon mal das Gefühl, dass einer mit wehmütigem Blick seufzend von seinen Irrungen und Wirrungen erzält …

Das Video habe ich bei der Suche nach Hintergrundmusik für meine Yoga-Übungen gefunden. Angeklickt habe ich das Video einzig deshalb, weil mich das Bild des südkoreanischen Künstlers Lee B. so angesprochen hat. Man könnte also sagen, es war dieses Bild von zwei sich treffenden Menschen, das mich zu meinem heutigen Text inspiriert hat.

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Du hast deine Hand ausgestreckt und mich mit deinem Zeigefinger leicht berührt.
Hast dabei mein Herz gefangen.
Jetzt ist es dein. Auf immer und darüber hinaus.

Ich will dich lieben mit all den Nebenwirkungen, die diese Liebe mit sich bringt.
Will dich lieben mit

… dieser sprudelnden Freude, wenn du deine Freude mit mir teilst.
… diesem klingelndem Lachen, wenn deine Leichtigkeit mich mitreißt wie der Wind ein Lindenblatt.
… dieser stürmischen Liebe, voller Leidenschaft und Begehren.
… diesem bohrenden Schmerz, wenn ich deinen Schmerz nicht lindern kann.
… diesem heißen Ärger, wenn dein Ärger mich ganz unverhofft trifft, und ich nicht weiß warum.
… dieser quälenden Eifersucht, weil du auch Freunde haben wirst außer mir.
… dieser dunklen Traurigkeit, weil ich deine innere Traurigkeit nicht einfach wegküssen kann.
… dieser ziehenden Sehnsucht, weil du eigene Wege gehst – ohne mich.

Du hast dich in mein Herz geschlichen.
Langsam und…

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Verwandtschaft vom Nachbarn vom Planeten Dings.

Das aktuelle Thema im Mitmachblog beschäftigt sich mit der Cousine vom Nachbarn vom Planeten Dings. Klingt mir sehr nach einem Dorftratsch erster Güte. Dabei muss derjenige, über den geredet wird, noch nicht einmal von einem anderen Planeten sein. Auch wenn es manchmal so scheint, dass er oder sie von ebendort herkommt, weil er oder sie so überirdisch schön ist oder sich so außerirdisch (blöd) benimmt. Letzteres lässt einen gelegentlich wünschen, man könne ihn oder sie auf den Mond schießen. Aber der Mond ist ja kein Planet. Weit weg wäre es trotzdem und darauf kommt es schließlich an. Jedenfalls hätte man dann seinem Unmut ausreichend Genüge und durch die schiere Entfernung von hier nach dort den Grad der Entrüstung oder der Überraschung kundgetan.

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Neulich in der Früh beim Bäcker. Der Verkaufsraum gerammelt voll. Es summt und surrt regelrecht, weil alle leise miteinander tuscheln und sich gegenseitig die Neuigkeiten zuraunen. Alle reden sie davon. Wirklich alle. Von der Cousine vom Nachbarn vom Planeten Dings. Die wieder da sein soll. Ich weiß von keinem Planeten Dings. Ist mir auch egal, ob ich den kenne. Weil ich da sowieso nie hin komme. Ich komme kaum aus meiner Stadt raus, noch in ein anderes Bundesland. Also brauchen wir von anderen Planeten schon gar nicht reden. Schön soll es da sein, am Planeten Dings, meint ihr. Naja, schön ist es bei uns auch. Da brauche ich keinen Planeten Dings. Und auch die Cousine ist mir herzlich egal. Wo sie doch die Cousine vom Nachbarn ist. Dem vom Planeten Dings. Die hat sich hier nie ansehen lassen, also kann sie auch gleich bleiben, wo der Pfeffer wächst. Hm, ich…

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Kleine Ode an eine kleine Freude.

Der kleinen Freuden gibt es wirklich viele. Ein Mittagsschläfchen in der Hängematte vielleicht. Oder mit dem Rad durch einen herbstlich bunten Laubwald fahren. Ein Buch lesen. Lange ausschlafen. Mit den Kindern herumalbern. Ein Stück Esterhazy-Torte essen.

Und wenn schon das alles gerade nicht möglich ist, dann zumindest eine Erinnerung an eine kleine Freude …

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Der beste Kollege und sein bester Kollege sind ein Gespann, das in seiner Unvergleichlichkeit unübertroffen ist. Manchmal denke ich mir, gäbe es einen von den beiden nicht, müsste man den anderen klonen oder erfinden, damit die zwei wieder komplett sind. Wenn ich die beiden beobachte, wie sie sich gegenseitig auf den Arm nehmen und die frechen Meldungen nur so hin und her fliegen, dann sehe ich zwei Jungs vor mir, die mit neun oder zehn den Mädels die Zöpfe zusammengebunden oder beim Schwimmen die Kleider versteckt haben. Dabei haben sie sich damals noch nicht einmal gekannt. Ich weiß auch nicht, ob sie derlei Dinge jemals getan hätten. Sie würden es mit Sicherheit vehement abstreiten. Und dabei bis über beide Ohren grinsen, weil ihnen die Idee alleine schon gefiele.

Wenn bei den beiden die Mundwinkel nach oben gehen und die Augen zu funkeln anfangen, dann sieht man genau diese Lausbuben aus…

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Entscheidung im Morgengrauen.

Manchmal ist es Zeit für eine Entscheidung. Auch wenn sie das ganze bisherige, scheinbar geruhsame Leben, das man sich so schön eingerichtet hatte, auf den Kopf stellt. Daraus kann viel Gutes wachsen. Also besser jetzt als nie!

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Jetzt oder nie! Das wurde ohnehin nicht mehr besser. Sie könnte noch stundenlang an dem Schreiben herum feilen. Der Lebenslauf wurde dadurch nicht aufregender. Die lange Karenzzeit nicht kürzer. Und die Praktika auch nicht zahlreicher. Trotz der frühen Morgenstunden war es genug. Jetzt … oder nie!

Es war ein trüber Dezembermorgen. Nur noch zwei Wochen bis Weihnachten. Die Kinder waren in Schule und Kindergarten gut untergebracht. Sie mit ihrem Haushalt und dem Garten allein zuhause. Im Garten war derzeit ohnehin nicht viel zu tun. Trotz der täglichen Arbeit war sie im Innersten unrund und suchend. Es war Zeit. Längst war es sogar Zeit! Also gib dir endlich einen Ruck, Frau!, sagte sie sich selbst. Schick die Bewerbung ab.

Aber vielleicht doch noch ein wenig warten? Es ist noch früh am Morgen. Vielleicht wäre sie später wacher, würde ihr später eine bessere Formulierung einfallen. Der innere Zweifler war hartnäckig. Es musste…

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Rosen sind rot … das Tuch ist es auch.

Manchmal sehe ich rot. Wobei ich die Farbe Rot an sich ja sehr mag. Am liebsten in einem dunklen satten Ton. Stricken ist normalerweise entspanntes Sitzen auf der Couch und lockeres Dahinnadeln. Nur diesmal, bei diesem verflixten roten Tuch, ist das anders. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen und eines hoffentlich nicht allzu fernen Tages werde ich dann trotzdem die letzte Masche abketten.

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Rosen sind rot. Mein derzeitiges Strickprojekt auch. Vor mir liegt das sprichwörtliche rote Tuch. Vor Monaten schon habe ich ein Stricktuch begonnen. Mit Lace-Garn. Von der Stärke her ein dickerer Zwirn. Mich schreckt so schnell nichts ab. Ist alles nur eine Frage der Zeit. Mein dickerer „Zwirn“ ist allerdings aus Alpaka und Seide. Man gönnt sich ja sonst nichts. Ganz genau war es im Juni 2016, habe ich gerade nachgesehen. Ravelry vergisst wirklich gar nichts. Und wie die Zeit immer vergeht. Ich dachte, das wäre noch gar nicht so lange her.

Der ambitionierte Plan war, dass ich es bis zum niederösterreichischen Dirndlgwand-Sonntag fertig bekomme. Bis zum heurigen Dirndlgwand-Sonntag am 10. September. Jetzt habe ich ja ein Dirndl. Ich wollte immer schon ein feines rotes Tuch zum Blaudruckdirndl haben. Dieser besagte Sonntag erschien mir als mir selbst gesetzte Deadline realistisch. Was ich nicht bedacht habe? Das sind die unzähligen Perlen, die ich einstricke…

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Mit halbem oder ganzem Herzen?

Halbherzige Entscheidungen machen einen selten glücklich. Auch nicht dann, wenn man sie mit vermeintlich guter Absicht trifft. Halbherzig ist das Thema im Mitmachblog diese Woche. Nun, halbherzig in dem Sinne ist es nicht. Ich bin es vielleicht, die manchmal halbherzig bei der Sache ist, weil ich im letzten Moment noch schnell was aus meinen Fingern quetsche, obwohl es doch bitte musenhaft inspiriert locker luftig leicht fließen möge. Das mit dem halben Herzen ist so eine Sache. Oft ist es einfacher und bequemer, etwas nur halbherzig anzugehen, es braucht weniger Energie und lässt die Grenzen seiner eigenen Entscheidungen ein wenig schwammig erscheinen. Mein oft zitiertes 80/20-Prinzip verrutscht manchmal zu einem 50/50 und ist dann kaum noch halbherzig, obwohl rein rechnerisch … Nun, es helfen alle Spitzfindigkeiten nichts. Wer etwas mit ganzem Herzen oder gar mit Herzblut macht, der steht da voll und ganz dahinter. Aber halbherzig? Das klingt immer ein wenig wie das berühmte „Jain“. Ist nur so eine lauwarme Angelegenheit. Ist nicht Fisch, nicht Fleisch. Ist eben getan und schaut doch nichts gleich. Hinterlässt praktisch immer diese nagende Unzufriedenheit. Und doch: Die Welt ist nicht nur schwarz und weiß und hat viele Grautöne dazwischen. So dürften auch Halbherzigkeiten ihre Berechtigung haben.

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Halbherzig wäre sie, diese Entscheidung, wenn Tina sie so träfe, wie Tanja es erwartete. Denn … Doch erstmal alles der Reihe nach! Nach langer Zeit sollte sie endlich wieder ihre Freundin Tanja aus früheren Tagen treffen. Endlich mal wieder lange tratschen, Kuchen essen, Kaffee trinken. Die Kinder würden gemeinsam durch den Garten toben. Doch dann kam der Vorschlag, Gina auch mitzunehmen. Gina. Die glitzernde Gina. Die Dritte im Bunde. Bei diesem Gedanken breitete sich ein ungutes Gefühl in ihrem Bauch aus. Sie hatte sich so gefreut, endlich mal nur zu zweit etwas zu unternehmen. Und jetzt das. Es liege an ihr, meinte ihre Freundin, ob sie Gina dabei haben wolle. Plötzlich war da dieses ambivalente Gefühl. Tina wusste genau, wie es ablaufen würde, wenn Gina dabei wäre. Sie würden zu dritt beisammen sitzen, Gina würde ihre Geschichten erzählen. Jene aus ihrem Single-Leben. Würde sie bis ins Detail schildern und alle anderen…

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Erinnerungen an Oma und Opa.

Meine liebste Oma ist schon wieder zehn Jahre (oder sogar mehr?) nicht mehr unter uns. Trotzdem sehe ich sie vor mir, als hätte ich sie gestern erst besucht. Wenn ich mir heute Bilder von ihr ansehe oder auch von meiner eigenen Mama als Kind, dann sehe ich deutlich die Ähnlichkeit zu mir.

Auch von meinen beiden Jungs musste ein jeder bereits den Verlust eines Großelternteils erleben. Beide Male hat das die Frage nach dem Warum und dem Wohin aufgeworfen. Hat beide Male die Endgültigkeit eines Verlustes gezeigt, wo sie doch bisher immer überzeugt davon waren, dass ich es schon irgendwie möglich machen würde.

Ich habe viele gute Erinnerungen vor allem an meine Oma mütterlicherseits, auch wenn es sich manchmal trotz allem als zu wenig anfühlt.

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oma055Nein, mit diesem Thema hatte ich keine Freude. Wirklich nicht. Aber ich darf mich wohl nicht beklagen, denn bei der Abstimmung habe ich auch nicht mitgemacht. Ich habe es schlicht übersehen und vergessen. Wie das dann so ist mit ungeliebten Themen, sie rotieren dennoch im Kopf und irgendwann zeigt sich dann oft trotzdem eine Idee.

Meine Omas und Opas sind nicht mehr. Von den Großeltern väterlicherseits weiß ich nicht viel. Zu selten besuchten wir sie. Der Opa war ein gemütlicher netter Mann und die Oma ein strenge Frau. Pfuh! Ich kann mich erinnern, dass es meine Mama mit ihr als Schwiegermutter nicht leicht hatte. Immer war die Schwägerin, die bei der Oma am Haus wohnte, die Bessere, ernährte die Kinder gesünder und erfolgreicher, brachte es überhaupt zu mehr. Möglich, dass daher meine Abneigung kam.

Viel besser erinnere ich mich an die Großeltern mütterlicherseits. Wohnten sie doch nur wenige Kilometer von…

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Über mein Herzblut …

Mit Herzblut geht es diese Woche im Mitmachblog zur Sache. Ich bin da ja eher zurückhaltend mit diesem kostbaren Saft. Liegt möglicherweise daran, dass ich ein vorsichtiger Mensch bin und Risiken scheue. Ist ja normalerweise eher so, dass man sich auf dünnes Eis begibt, wenn man in etwas viel Herzblut investiert.

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Was für ein Wochenthema. Mein erster Impuls: Besser, wenn das Herz nicht blutet. Besser, wenn es gar nicht blutet. Denn das schmerzt und im schlimmsten Fall wird es gefährlich. Lebensgefährlich. Nur manchmal lässt es sich eben nicht vermeiden, dass es blutet. Weil wir Menschen zwar eigenständige Wesen sind, aber doch in Wechselwirkung mit dem Außen stehen. Da kann es schon mal heftiger werden. Dass das Messer in den Finger schneidet. Dann steckt man reflexartig den Finger in den Mund, um das Blut abzusaugen und spürt diesen metallischen Geschmack auf der Zunge. Manche fallen an dieser Stelle einfach um. So wie der beste Kollege zum Beispiel. Der zwar ein Mann ist und sich dessen auch bewusst, aber in dieser Hinsicht dann wohl schwach wie ein Baby wird. Ich dagegen habe mit Blut keine Probleme. Ich wäre der ideale Ersthelfer.

Doch zurück zum Herzblut! Wenn man vom Herzblut spricht, dann ist das…

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Grüne Invasion.

In einem Garten ist nicht nur der Mensch am Werken. Das muss einem erst einmal klar werden.

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Still stand er im hinteren Garteneck unter den Ribiselsträuchern. Einzig sein feiner Duft nach Knoblauch verriet, dass hier irgendwo Bärlauch wachsen musste. Aus nur ein paar gezielt hier eingegrabenen Pflanzen war in kürzester Zeit ein grüner wogender Teppich mit einer Größe von einem Quadratmeter geworden. Doch mittlerweile schienen sich die Pflanzen über den ganzen Garten ausbreiten zu wollen. Plötzlich waren sie überall. In den Gemüsebeeten, zwischen den Rosen, mitten in der Minze, sogar in den Fugen zwischen den Trittsteinen. Beinahe unbemerkt reckten kleine Pflänzchen ihre beiden ersten Blätter in die Höhe, wenn es für alle anderen noch viel zu kalt war. Mit der Zeit wurden sie größer und kräftiger und wie aus dem Nichts eroberte eine Armee aus Bärlauchpflanzen den Garten. Nicht einmal vor fremden Grund und Boden machte sie halt und überwand sogar Grundgrenzen mit hohen Mauern.

Die Gärtnerin, die gern der Natur ihren Lauf ließ, war für den…

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Innerfamiliäre Ermittlungen.

Meine detektivischen Talente kann ich beinahe täglich in meiner unmittelbaren Umgebung schulen und verfeinern. Gelegenheiten habe ich genug. Zumindest so lange, bis meine Ableger groß genug sind und von zuhause ausziehen. Danach suche ich mir einfach neue übliche Verdächtige.

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Im Hause von Frau Vro gibt es permanent Verdächtige. Diese werden mit beinahe schlafwandlerischer Sicherheit von mir in Sherlock Holmes-Manier ihrer Taten überführt.

Wann immer die Süßigkeitenvorräte abrupt zur Neige gehen, kann ich den Täter anhand einer meist lückenlosen Beweisführung ausfindig machen. Der Kreis der Verdächtigen ist schon von Haus aus sehr eng gesteckt. Der in dieser Hinsicht Hauptverdächtige streitet üblicherweise alles ab. Gegen ihn sprechen leere Verpackungen (Müsliriegel, Zuckerl, Gummibärchen) in Hosentaschen, die ich in die Waschmaschine stecke und vorher noch inspiziere, in der Laptoptasche, unter dem Kopfpolster. Das geht so weit, dass ich schon das ein oder andere Mal eine Tascheninspektion gemacht habe, als er aus der Speis kam. Denn hier gilt die Regel, nach dem Essen gibt es EIN Stück Süßes. EINES!! Dann wölbt eines die linke Backe und eines die rechte Backe. Die Hände sind ganz unverdächtig verdächtig in den Hosentaschen. Nein, da ist nichts! Und…

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