Das hat alles einen Sinn, sagte Rufinas Mutter. – Teil 2.

Diese Woche ein Doppelthema im Mitmachblog: „Das hat noch Zeit“ und „Sinn“. Und damit auch eine Doppelgeschichte. Von Fridolin habt ihr ja schon gelesen. Oder nicht? Na dann aber schnell! Auch Rufina hat es nicht leicht. Aber sie lässt sich nicht so leicht unterkriegen.

 

MitmachBlog

20170706_blog_002

Wütend stapfte Rufina davon. Wieder einmal war sie mit ihrer Mutter aneinander geraten. Sie hasste all diese blöde Putzerei. Böden scheuern. Betten machen. Kochen. Bügeln. Immer und immer wieder!

Das sei nun einmal ihre Bestimmung, meinte die Mutter. Es habe schon einen Sinn, wenn sie all diese Pflichten übernehmen müsse, das würde sie gut aufs Leben vorbereiten. Vielleicht würde sie sogar einmal in den Dienst eines Burgherren gehen und gutes Geld verdienen. Aber Rufina schnaubte nur genervt und stahl sich bei nächster Gelegenheit in den Wald, wo sie bei der krummen Eiche ein Holzschwert in einem Fuchsbau versteckt hatte. So oft es ging, war sie dort mit den Jungs aus dem Dorf. Sie kämpften gegen unsichtbare Drachen und retteten schwache Burgfräulein. Sie ließ sich nie retten. Sie war wild und ungestüm und immer in vorderster Reihe dabei.

Hausfrauliche Tätigkeiten, die angeblich so sinnvoll zu erlernen waren, fand sie schrecklich. Das…

Ursprünglichen Post anzeigen 683 weitere Wörter

Advertisements

Es ist noch Zeit, sagte der Graf. – Teil 1.

Lange wollte mir nichts so Rechtes einfallen zum Thema dieser Woche im Mitmachblog. „Es ist noch Zeit …“ Und dann war sie plötzlich da, diese Idee vom jungen Ritter, der noch viel lernen muss. Ist ja noch Zeit, bekommt er immer zu hören und steht dann in seiner eigenen Burg und hat von nichts eine Ahnung.

Ist ja noch Zeit, denke auch ich mir. Gerade eine halbe Stunde ist es her, dass ich diese erste Geschichte hier getippt habe. Noch ist sie in meinem Kopf und wächst und wächst und wächst. Also wird es die eine oder andere Fortsetzung geben.

Ich bin schon neugierig, was da noch kommt. Ihr auch?

 

MitmachBlog

20161111_schloss engelstein_040

„Es ist ja noch Zeit!“, polterte Graf von Lametta-Glitzertand gutmütig, als der Hauslehrer wieder einmal beklagte, dass des Grafen jüngster Sproß schon wieder seine Prüfungen vermasselt hatte. Da half es auch nichts, wenn der Lehrer darauf hinwies, dass der junge Fridolin schon bald seine eigene Burg verwalten sollte und deshalb darauf vorbereitet gehörte. Doch Lametta-Glitzertand winkte ab. Noch sei genug Zeit. Der Junge würde es schon lernen. Fridolin hielt nicht sonderlich viel vom Lernen. Wozu auch. Es gab schließlich Bedienstete und Untergebene, die ihm vorlasen oder seine Ausgaben zusammenzählten oder ihm die Schuhe banden. Deshalb bemühte er sich auch nicht, all dass zu lernen. Mit einem Wort, er war in allen Fertigkeiten mittelmässig bis schlecht. Am liebsten schrubbte er noch seine Rüstung, bis sie glänzte und er sich darin spiegeln konnte. Die Freude an schimmernden Dingen schien er von seinem Vater geerbt zu haben. Er freute sich schon, wenn er zu…

Ursprünglichen Post anzeigen 515 weitere Wörter

abc-Etüden 48/17.

Die Schreibeinladung von Christiane ist diesmal herrlich knifflig. Zu verdanken haben wir die Wortspende Myriade. Die Regeln bleiben immer gleich, nämlich alle drei Wörter in maximal zehn Sätzen zu einer Geschichte zu verbinden. Es ginge doch nichts über eine ordentliche Klöpperei, sagte der Zwerg zu Bilbo Beutlin, als der ihm das geklöppelte Spitzendeckchen entrüstet aus der … abc-Etüden 48/17. weiterlesen

Misi schreibt noch schnell nach Hause.

Der Reisefrosch Misi, wohnhaft bei Frau Holle am Regenbogen, besucht uns immer mal wieder. Genau so, wie ihn auch meine Heinzelfrau schon öfter besucht hat. Mit dem IGE, dem InternetGestaltenExpress, geht das ja besonders leicht, es braucht nur den Gedanken und schon reist man ganz bequem an den Ort seiner Wünsche. Für uns Menschen funktioniert … Misi schreibt noch schnell nach Hause. weiterlesen

Hotel Vro – die Muse hat grandiose Pläne.

Ich räume schon den ganzen Vormittag um, mache Platz im Wohnzimmer, schaffe Nischen für ungestörtes Schreiben, stelle Teehäferl bereit und Kekse. Ach nein, die Kekse sind noch gut versteckt, damit sie mir nicht der Schweinhund frühzeitig wegfrisst. Heinzelfrau Rosalind ist gerade erst von ihrem Ausflug zu Misi zurück und war bis vor fünf Minuten total … Hotel Vro – die Muse hat grandiose Pläne. weiterlesen

abc-Etüden 47/17.

Bei der Schreibeinladung von Christiane diese Woche konnte ich nicht umhin, ziemlich wirren Nonsens zu Papier zu bringen. Sinnbildlich gesprochen zumindest. Die Wortspende stammt von Wortgerinnsel. Die Regeln sind wie immer: Drei Wörter in nur zehn Sätzen ergeben eine Kürzestgeschichte.   Keine Ahnung, wie das Gespräch beim Stehbuffet ausgerechnet auf die Pissnelke kommt, und noch sind … abc-Etüden 47/17. weiterlesen

abc-Etüden 46/17.

Die neue Schreibeinladung von Christiane geht immer pünktlich am Sonntag online, ich brauche für gewöhnlich bis frühestens Freitag, dass mir etwas dazu einfällt. Doch diesmal ging es überraschend schnell. Wie dem auch sei, die Wortspende kommt diesmal von Petra Schuseil (wesentlichwerdenblog.wordpress.com). Drei Worte in maximal zehn Sätzen, so besagt es die Regel. Banal war der … abc-Etüden 46/17. weiterlesen