Aus und vorbei und auf in ein Neues.

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Das Foto wurde mir freundlicherweise von meiner Schwester zur Verfügung gestellt.

Aus ist es mit dem Radel-Tourismus auf der Umfahrungsstraße. Am Sonntag gab es die offizielle Eröffnung mit unserer Landeshauptfrau und seit Montag ist sie für den Verkehr geöffnet. Das war es jetzt mit geruhsamen Radtouren mit und ohne Kinder auf glattem jungfräulichem Asphalt. Vorbei die Umrundung schwerer Betonblöcke in den Auffahrten und vorbei der plötzliche Gedächtnisverlust, was ein rundes weißes Verkehrsschild mit rotem Rand wohl bedeute.

Einen Tag vor der Eröffnung überlegte ich noch, ob ich sie ein allerletztes Mal abradle, diese 10,7 km. Aber ich lasse es dann. Wir sind eben erst aus dem Urlaub zurück und waren acht Stunden im Auto unterwegs, es dämmert bereits und ich bin viel zu erledigt, um wirklich ernsthaft über eine Radrunde nachzudenken.

Am Sonntag dann besuche ich mit einer Freundin die Eröffnung. Das große Festzelt, das extra aufgebaut wurde, ist gerammelt voll und entsprechend stickig. Das Interesse der Leute ist groß, vielleicht auch die Neugier oder die Aussicht auf Freibier und Bratwürstel. Wir bleiben nicht lange. Denn im Zelt ist es unerträglich, die Festreden versteht man hinten kaum und die Würstel so knapp nach dem Mittagessen locken uns auch nicht. Dafür gehen wir noch eine Runde spazieren, teils auf der Straße selbst, teils auf den Begleitwegen und holen uns dann einen Eisbecher beim Mexikaner, der an diesem Tag auch viel Geschäft macht so im unmittelbaren Dunstkreis der Eröffnungsfeierlichkeiten.

Am Montag wurde die Straße dann im Laufe des Vormittags frei gegeben. Alle sind neugierig. Auch mein Mann und ich haben nach getätigtem Matratzenkauf die Umfahrung von der Industriezone im Osten bis zur Abfahrt im Südwesten  genommen. Wahrscheinlich waren wir unter den Ersten, die hier gefahren sind. Ich meine legal mit dem PKW nach der Freigabe.

Derzeit ist sie also in aller Munde, diese Straße. Sogar im Supermarkt höre ich die Leute reden:
„Bist du schon auf der neuen Straße gefahren?“
„Wie fährst du? Man kennt sich gar nicht aus.“
„Die Schilder sind so verwirrend!“

Im Vorfeld wurde vom Radverein der Kosmopiloten ein Einzelzeitfahren veranstaltet, man konnte die Straße einmalig mit Rad fahren oder Nordic Walken oder Laufen. Und es gab eine große Feuerwehrübung gemeinsam mit der Rettung, Übungsannahme war ein Unfall mit einem Reisebus. Der ramponierte Postbus, der für die Übung verwendet wurde, steht übrigens noch immer neben dem Feuerwehrhaus und sorgt für Schrecken bei jenen, die von der Übung nichts wissen.

Auch ich werde die Umfahrung künftig nutzen, wenn ich zur Arbeit fahre. Zwar nur kurz, einmal auffahren und gleich wieder runter, aber immerhin. Dann muss ich mich nicht eine Viertelstunde durch die Innenstadt stauen, wenn ich unglücklicherweise eine rote Welle bei den Ampeln erwische.

Mit dem Rad fahre ich jetzt eher nicht mehr auf der schönen breiten Straße. Aber es gibt viele neue Begleitwege. Von denen habe ich schon ein paar ausprobiert. Das ist auch spannend. Man kann nicht immer und überall schnell mal abbiegen und heimfahren. Denn die Umfahrungsstraße ist gesäumt von kilometerlangen Wildzäunen.

So ist das jetzt also. Wir haben eine Umfahrungsstraße um unsere Stadt. Etwas ganz Neues, das jetzt bleibt. Eigenartiges Gefühl irgendwie …

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