Nochdenga übers Redn.

Das Wochenthema im Mitmachblog lautet Dialekte.
Na daun, geh ma’s au! So schwer kau des jo nit sei! Oda do?

Bei näherer Betrachtung ist das mit dem Dialekt gar nicht immer so eindeutig. Und ich muss gestehen, ich bin nicht konsequent in der Ausübung von Sprache und Dialekt. Mein kleiner Bruder, der übrigens gar nicht so klein ist, kennt da kein Pardon. Er schreibt im Dialekt. Was nicht immer ganz einfach ist und am besten funktioniert, wenn man sich selber laut vorliest, was er so zu sagen hat.

Für alle vehementen Sprachbewahrer habe ich eine schlechte Nachricht: Ihr Bemühen wird vergebens sein. Und wenn nicht vergebens, so doch nicht von Dauer. Denn Sprache verändert sich. Ob zum Besseren oder Schlechteren, das sei dahingestellt. Gut ist trotz allem, wenn überhaupt noch miteinander gesprochen wird. Das mit dem gegenseitigen Verstehen bekommt man dann schon hin. Einer wird sich hoffentlich finden, der und das alles ausdeutscht.

MitmachBlog

Wer hat sich denn DAS Thema ausgesucht? Dachte ich zuerst. Do foit ma goa nix ei!
Dialekt spricht man eben. Oder auch nicht. Ich bin mit meinem Dialekt aufgewachsen. Und bin deshalb in späteren pubertären Jahren herablassend angesehen worden von jenen in der Schule, die selbst auch Dialekt sprachen. Einen anderen Dialekt. Aber eben nicht so herausragend. Die Kränkungen von damals habe ich überwunden. Vergessen werde ich sie trotzdem nicht. Dialekt zu sprechen kann einem einen Stempel aufdrücken. Den des Hinterwäldlerischen, der Einfältigkeit, den des tumben Bauerntrampels. Den Stempel bekommt man erst wieder weg, wenn man das Umfeld wechselt, geografisch wie sozial gesehen.

Noch später in der großen Stadt wurde ich groß angesehen, weil man mich nicht verstand, wenn ich Dialekt sprach. Zustimmung konnte ich da schon einmal in einem „Jo eh i a!“ bekunden. Diese Aneinanderreihung von Vokalen zog des öfteren fragende Blicke nach sich.

Richtig Dialekt habe ich…

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2 Gedanken zu “Nochdenga übers Redn.

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