Ein Rückblick aufs Wochenende und von der Freude am Job.

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Ich darf seit gestern wieder arbeiten gehen. Ehrlich, ich bin richtig froh drum. Denn wenn ich mehrere Tage daheim bin und eigentlich frei oder noch besser Urlaub habe, dann weiß ich oft nicht, wohin mit meiner Energie. Dann bin ich gar nicht mehr zu bremsen. Weil es nämlich schon ein paar Tage dauert, bis das Urlaubsgefühl in meinem Hirn ankommt. Bis dahin aber will ich alles nachholen, was auch nur irgendwie liegen geblieben ist. Jetzt zum Beispiel war gerade das Pfingstwochenende. Fünf Tage frei. Weil ich ja Donnerstagmittag meine Arbeitswoche immer schon beende. Super war das!

Ich starte gleich mal voller Elan in den Donnerstagnachmittag und putze die Wohnräume. Staubsaugen und so Kram, kennt man ja. Der Freitag ist angefüllt mit Wäsche waschen und Einkaufen. Damit ich nicht ganz trübsinnig werde ob meiner haushalterischen Pflichten, fahre ich in der Früh eine schnelle Runde mit dem Rad. Und am Nachmittag ist dann sogar Zeit fürs Freibad mit meinem Jüngeren. Der Samstag steht ganz im Zeichen der Geburtstagsparty und am Sonntag kommt meine Schwester samt Familie, die ihrem Patenkind ebenfalls das Geburtstagsgeschenk überreichen will. Viel essen und trinken, viel herräumen, viel wegräumen. Aber in Summe zwei schöne Tage.

Dann ist es Montag – Feiertag und frei, juchuu! – und den will ich endlich faul und gemütlich verbringen. Keine Pläne, keine Gäste, Zeit ohne Ende. Nur … also, was soll ich sagen? Ich wache um halb Sechs auf und gehe eine erste Runde durch den Garten. Ich liebe ja diese ruhigen frühen Stunden, wenn ringsum noch alles still und verschlafen ist und man nach und nach die Leute erwachen hört. Wie jemand hinter dem gekippten Fenster laut gähnt. Oder auf der anderen Seite das Baby schon wieder schreit. Wie sich unter Büschen zwei Katzen anfauchen und in der Ferne ein Motorrad aufheult. Dann bummle ich so dahin, hole mir schließlich Handschuhe und Werkzeug, zupfe ein bisschen Unkraut, gieße die Gemüsepflanzen. Wenn man so früh im Garten buddelt wie ich, dann ist der Tag immer noch sehr jung, wenn der Rest der Familie aufsteht. Wobei wir alle miteinander keine Langschläfer sind, wirklich nicht.

Mein Mann ist erstaunt, mich überhaupt daheim anzutreffen, dachte, ich sei sicher mit dem Rad unterwegs. Dass ich darauf nicht selber gekommen bin! Aber wie gesagt, es ist ja noch früh und eigentlich wäre das gar keine schlechte Idee. Noch lieber wäre ich gemeinsam mit dem Liebsten ausgeradelt, aber der verweigert, weil kränklich. Also fahre ich alleine los.

Am Nachmittag will ich auch nicht einfach so daheim sitzen. Soooo faul will ich dann doch wieder nicht sein. (Als ob mein Vormittagsprogramm nicht gereicht hätte!) Ich packe die maulenden Kinder ins Auto und den kranken Mann auf die Couch. Fahre mit den Jungs auf den Nebelstein. Da wollte ich schon immer mal hin. Das ist einer der höheren Berge im Waldviertel mit gutem Ausblick. Wobei die Bezeichnung „Berg“ jetzt irgendwie schon dick aufgetragen ist. Naja, wurscht jetzt auch. Der Parkplatz ist weit oben bei der Hütte, wir gehen kaum zehn Minuten. Was der Laune der Kinder sehr förderlich ist. Mir kommt das auch entgegen, denn mein Kreislauf scheint nicht mitgekommen zu sein. Der sitzt bei dieser Hitze lieber im kühlen Keller und steckt die Füsse in ein Schaffel mit kaltem Wasser. Oben beim Gipfelkreuz machen wir Beweisfotos und schicken sie dem kranken Papa daheim. Eis schleckend schlendern wir den kurzen Weg wieder zum Auto und fahren weiter. Ganz in der Nähe ist ein großer Bewegungspark, auf dem sich die Jungs austoben. Ich passe. Meine 27 Kilometer vom Vormittag machen sich bemerkbar. Eigentlich hätte ich jetzt gern eine Hängematte unter schattigen Bäumen. Deren leichtes Schaukeln wäre mir wahrlich Bewegung genug.

Und dann schließlich kommt der Dienstag. Mein letzter freier Tag! Mein Mann geht wieder arbeiten, die Kinder haben noch schulfrei. Ich bin auch daheim. Herrlich. Das ist so richtig ein Tag zum daheim Herumwerkeln. Das tue ich dann auch. Ganz viel sogar. Fange in einem Eck des Hauses an und komme ins nächste. Räume die Speis auf. Und mache im Keller weiter. Habe da immer noch bzw. schon wieder leere Schachteln stehen, wo ich alles reinpacke, von dem ich mich trennen will. Ich bin da gerade sehr motiviert. Wenn jemand entrümpeln will, dann sagt es mir. Nur keine Scheu! Ich helfe gerne und bin ziemlich ungehemmt. Es ist ein wirklich befreiendes Gefühl, wenn alles wieder locker und übersichtlich ist.

Müde bin ich dann trotzdem am Ende des Tages. Für die Bügelwäsche hat die Energie nicht mehr gereicht. Das mache ich an einem anderen Tag. Das ist dann genau der Punkt, wo ich mir denke, schön, wenn ich am nächsten Morgen wieder in die Firma fahre. Da ist auch viel Arbeit. Aber schön geradlinig und ganz anders als daheim. Irgendwie überschaubarer trotz der Menge.

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6 Gedanken zu “Ein Rückblick aufs Wochenende und von der Freude am Job.

  1. Ja, also wir hätten da so einen Keller, mein Mann nennt es wohl seine Heimwerkerwerkstatt. Alle anderen Menschen würden es Werkzeug-/Bastel-/Bauhaufen nennen. Und da ICH ja seine Ordnung nicht durcheinanderbringen soll …
    Also, falls du einmal in den südlich der Donau liegenden Teil Niederösterreichs kommst 😀 😉

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