Buch-Date #4: Fertig ermittelt!

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Bereits das vierte Buch-Date geht zu Ende und alle warten gespannt auf Buchbesprechungen und auf die Antworten, wer denn nun was ausgewählt hat. Diesmal wurden die üblichen Vorgaben um diese eine Sache mit dem Klassiker erweitert. Aber das könnt ihr hier nachlesen.

LunaUmbra ist mein Buch-Date-Partner. Sie bekam die Aufgabe übertragen, mir drei Bücher zu empfehlen. Ihren Beitrag dazu findet ihr hier.

Ihre drei Buch-Tipps sind:

Oscar Wilde, Das Bildnis des Dorian Gray
Agatha Christie, Das fehlende Glied in der Kette
Marion Zimmer Bradley, Das Licht von Atlantis

Zugegeben, Oscar Wilde hätte mich gereizt. Ich kenne die Geschichte um Dorian Gray nur vage, gelesen habe ich sie noch nie. Nach Marion Zimmer Bradley war mir gerade gar nicht, also kam Agatha Christie zum Zug.

Agatha Christie, Das fehlende Glied in der Kette

Emily Inglethorp, eine reiche ältere Lady, kommt zu Tode. Unter Krämpfen windet sie sich und stirbt. (Natürlich Gift, was sonst. Sage jetzt ich, den betroffenen Personen im Buch ist das nicht so schnell klar.)

Hastings, ein Soldat auf Heimaturlaub, ist mitten im Geschehen, denn John Cavendish, der Stiefsohn von Emily Inglethorp, hat ihn kurzerhand eingeladen, bei ihnen auf Styles zu bleiben.

Auf dem Anwesen wohnen noch Johns Frau Mary und sein Bruder Lawrence, die Haushälterin Evelyn Howard und einige Dienstboten und natürlich Alfred Inglethorp, der Emily relativ überstürzt geheiratet hatte und von den Stiefsöhnen misstrauisch als Erbschleicher betrachtet wird. Zu aller Verwirrung taucht auch noch ein Dr. Bauerstein auf, der – wie praktisch – auch noch ein berühmter Toxikologe ist.

Emily ist also tot. Der erste Verdacht fällt natürlich auf den verhassten Ehemann. Dann die Gewissheit, dass Strychnin zum Tode geführt hat. Trotzdem ist etwas an der Art der Wirkweise eigenartig. Was ist der Grund dafür? Hastings erinnert sich an seinen Freund Poirot, der früher einige besonders schwierige Fälle durch sein besonderes Geschick als Detektiv aufklären konnte, und er bittet John Cavendish, ob er ihn mit der Untersuchung des Mordes an Emily betrauen darf.

In Folge kommt der kleine Belgier, der immer wieder mit argwöhnischen Blicken beobachtet wird, weil er eben Ausländer ist, und findet auch wirklich Beweisstücke. Er erklärt und erläutert, verschweigt auch etwas. Hastings, der Ich-Erzähler ist abwechselnd begeistert, verwirrt, gekränkt und beleidigt, weil er in die Ermittlungen mit einbezogen wird oder eben auch nicht.

Alles deutet auf Mister Inglethorp hin, aber Poirot will davon nichts hören. Es kommt John Cavendish in Verdacht, dann Lawrence, schließlich Mary Cavendish … Es gibt Verhaftungen und Enthaftungen. Ja, es geht ganz schön rund in der ganzen Geschichte. Poirot ist unzufrieden mit sich selbst, weil all seine Beweise nicht eindeutig auf einen Mörder hinführen, sondern beinahe ein jeder in der Familie mit der hübschen Fassade und dem schwierigen Dahinter der Täter gewesen sein könnte. Zuletzt ist doch wieder alles anders und er kann den Mord schließlich aufklären.

Ich bin ebenfalls in Agatha Christies Fallstricke gerannt. Obwohl ich mir bei jedem neuen Verdacht überlegt habe: Nein, der kann es nicht sein, zu einfach, zu offensichtlich. Ich lag falsch, natürlich. Aber das macht doch schließlich auch das Vergnügen aus, nicht wahr! Wer könnte einem brillianten Belgier wie Hercule Poirot auch das Wasser reichen?

Ich mag Agatha Christie generell gerne. Bei Hercule Poirot habe ich unweigerlich immer Sir Peter Ustinov vor meinem geistigen Auge. Seltsam, dass ich schon wieder einen Krimi ausgewählt habe. Beim letzten Buch-Date fiel meine Wahl auf Sherlock Holmes und jetzt auf Hercule Poirot. Beides geniale Spürnasen. Während der gute Holmes auf mich wie ein etwas arroganter Besserwisser wirkt, der dauernd alles analysiert und beredet, hüllt sich Poirot gerne mal in Schweigen. Verrät nicht, was er sich denkt. Will, dass man selber nachdenkt und Schlüsse zieht. Ich mag Poirot, diesen etwas behäbigen kleinen Belgier mit einem Hang zum Perfektionismus. Immer tadellos gekleidet. Mit etwas monk’schen Zügen, wie er Dinge gerade ausrichtet. Eine perfekte äußere Erscheinung. Der sich freuen kann wie ein kleines Kind, wenn er endlich das fehlende Glied in der Kette findet.

Ein feines Buch!

Herzlichen Dank wie immer an Zeilenende und wortgeflumselkritzelkram für die Organisation. Bei wortgeflumselkritzelkram gibt es übrigens einen Sammelbeitrag, wo ihr alle Buchbesprechungen vom Buch-Date #4 finden könnt. Und danke auch an LunaUmbra für die Buch-Tipps. Es war mir auch diesmal wieder ein Volksfest! 🌷

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7 Gedanken zu “Buch-Date #4: Fertig ermittelt!

  1. Pingback: [Buch-Date] Sammelbeitrag | wortgeflumselkritzelkram

  2. Pingback: Buch-Date #7: Advent, Advent, das Regal brennt. | vro jongliert

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