Montagsfrage: Zwischenbilanz

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Montagsfrage: Das erste Quartal des Jahres ist fast vorüber, wie viel hast du schon gelesen und welche Bücher sind dir besonders im Gedächtnis geblieben?

Als ich die aktuelle Montagsfrage von Svenja alias Buchfresserchen das erste Mal lese, muss ich einmal laut und herzlich lachen. Meine Zwischenbilanz an gelesenen Büchern ist wirklich ausgesprochen mager. Ich kann mich nämlich gar nicht erinnern, was ich zuletzt gelesen habe. Bis ich meinen Blog durchstöbere und die Erinnerung zurückkommt. Jetzt sehe ich mal wieder, wie gut es ist, dass ich hier so viel schreibe! Das ist fast wie mein externes Gehirn.

Mit Ende April ist übrigens schon ein Drittel des Jahres herum. Verzeiht mir den Klugscheixxer! Wollte ich nur kurz anmerken … aber wo war ich stehen geblieben?

Mit fünf komplett und drei teilweise gelesenen Büchern bin ich ja eigentlich gar nicht so schlecht unterwegs. Dabei war ich mir fast sicher, dass es allerhöchstens ein einziges Buch war, an das ich mich zu allem Überfluss auch nicht mehr erinnern konnte. Ganz entscheidend dafür, dass ich das geschafft habe, waren zwei Aktionen hier in Bloghausen. Da ist zum einen das Buch-Date, wo ich mir auf gar keinen Fall die Blösse geben will, dass ich später als zum vereinbarten Termin poste. Und zum anderen die Buchweltreise, die ich für mich lockerer angehe, aber wo ich trotzdem im Hinterkopf einen kleinen Drängler habe, der meint, na, so ein Buch im Monat müsse ja wohl zu schaffen sein.

Dass ich mich an keines der gelesenen Bücher aber erinnere, hm, das spricht jetzt für keines davon. Wobei man das so auch nicht sagen kann. Ich mochte nämlich den Sherlock Holmes von Horowitz schon sehr gern. Und auch die Eierlikörtage von Hendrik Groen waren super zum Lesen. Ebenso wie ich total fasziniert von Charles C. Manns „Kolumbus Erbe“ bin, obwohl ich das noch nicht ganz geschafft habe. Schließlich ist da der Drachenläufer von Khaled Hosseini, der mich wirklich sehr lange und intensiv beschäftigt hat. Die haben durchaus Eindruck hinterlassen. Trotzdem konnte ich mich momentan nicht daran erinnern.

Möglicherweise war es aber der zeitliche Kontext, der mich so irritiert hat. Es ist ein wenig so, als würde ich aus der Zeit herausfallen, wenn ich ein Buch lese. Darum fällt es mir auch schwer, mich zu erinnern, was ich jetzt in den letzten drei Monaten gelesen habe. Ich weiß sofort, was ich gerade lese. Weiß genau, wo jedes dieser Bücher liegt. Das eine am Wohnzimmertisch, das andere in meiner Handtasche. Aber alle anderen kann ich nur grob einordnen in vor vielen Jahren, voriges Jahr, rund um Weihnachten, in letzter Zeit. Das hat aber letztlich nichts damit zu tun, wie viel Eindruck ein Buch hinterlassen hat. Weil ich kaum sagen werde: Ja, genau! Da um den xx. Jänner xxxx habe ich das Buch xy gelesen. Das ist unerheblich. Es heißt viel eher: Als ich das Buch xy gelesen habe, war ich gerade krank mit Schnupfen. Und das mit der verstopften Nase wurde noch schlimmer, als ich wegen einiger Szenen weinen musste. Oder: Als ich das Buch von xy zum Thema Pubertät las, hat sich mein Älterer gerade wieder so arg aufgeführt. Oder: „Fräulein Smillas Gespür für Schnee“ lese ich immer im Hochsommer.

Ich stelle also eher Verbindungen zwischen Ereignissen her und weniger zwischen meinem aktuellen Buch und einem Datum.

Jetzt habe ich ausreichend um die Montagsfrage herum geredet und keine eindeutige Antwort gegeben, nicht wahr?

Ich habe heuer bereits gelesen:

Khaled Hosseini, Drachenläufer
Hendrik Groen, Eierlikörtage
Anthony Horowitz, Das Geheimnis des weißen Bandes
Katharina Hagena, Das Geräusch des Lichts
Bonni Goldberg, Raum zum Schreiben

Dran bin ich an:

meinem Buch-Date-Buch (Nein, ich verrate es noch immer nicht!)
Charles C. Mann, Kolumbus Erbe
Leonie Swann, Glennkill

Am beeindruckendsten finde ich Kolumbus Erbe, weil es mir viele Dinge vor Augen führt, die ich bisher nicht bewusst wahrgenommen oder hinterfragt habe. Ereignisse, die erschreckend waren, die aber heutige (nicht minder erschreckende) Geschehnisse in ein anderes Licht rücken. Die mich möglicherweise gelassener machen in meiner Wahrnehmung und in meiner Reaktion. Verständnisvoller auch. Zum Beispiel in Bezug auf Abläufe der Globalisierung, die seit der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus massiv Fahrt aufgenommen haben.

So, im Grunde könnte ich die ersten zwei Drittel dieses Beitrags jetzt wieder löschen, nicht wahr! Aber danke, dass ihr bis hierher gelesen habt. Doch jetzt zu euch! Was habt ihr gelesen? Was ist euch in Erinnerung geblieben von diesen geschriebenen Wörtern?

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