Häuslbauer-Projekt Teil 3. Einrichtungssache.

Derzeit steht die Hollywood-Schaukel im Puppenwohnzimmer. Das geht auf Dauer gar nicht. Die Muse und der Schweinehund wippen die ganze Zeit hin und her, dass einem ganz schwindlig wird. Es quietscht und knarrt. Und der Schweinhund zieht eine Bröselspur. Rosalind ist sauer wegen der Unordnung und Platz hat sie auch keinen.

Seit Tagen überlege ich, wie ich ein Sofa oder gemütliche Fauteuils machen könnte. Irgendwann ist sie dann auf einmal da, diese Idee. Wir essen im Sommer gern das Eis vom Hofer in diesen 1000ml Dosen. Ich hebe die immer auf, weil man sie ja immerhin noch brauchen könnte. Zum Sammeln von Kleinzeug zum Beispiel. Tue ich dann aber nie. Deshalb stapeln sie sich im Keller fein säuberlich und warten auf ihren Einsatz.

Den bekommen sie jetzt auch. Ihren Einsatz. Aber ein wenig anders als gedacht. Es ist der übliche Dienstag, an dem ich frei habe. Ich überlege noch, ob Radfahren oder Yoga und mache dann … genau … gar nichts von beidem. Stattdessen krame ich in der Werkstatt nach Heißklebepistole, Stanley-Messer, Schere und besagten Plastikbehältern. Klebe zwei am Boden zusammen und schneide sie zurecht. Verkleide den oberen Teil mit dem Schaumstoff, den ich vom Dachboden geholt habe, und beziehe den Fauteuil mit Stoffresten. Fast eineinhalb Stunden werke ich an dem Teil. Und das ist erst der erste seiner Art. Da sollen noch ein paar folgen.

Wie das halt so ist beim Häuslbauen, gehe ich nicht ohne Blessuren aus meiner Unternehmung heraus. Verbrenne mir mit dem fädenziehenden Kleber die Finger. Überall liegen Reste und Abschnitte herum. Haue mir mit dem Hammer auf den Finger, weil die Nägel für Puppenzimmer-Bilderhaken einfach sehr sehr kurz und klein und meine Finger dick und groß sind. Beinahe hätte ich mich mit dem Messer geschnitten. Gerade noch einmal Glück gehabt. Dafür hat der Tisch einen Kratzer. Upsi.

Und dann ist es fertig. Die Wände sind frisch tapeziert. Das große Wandbild hängt. Der Kleiderschrank steht auch da. In der Ecke steht die große rote Bodenvase. Und weil es sich so gut trifft, darf der Ernst des Lebens sich und das neue Puppenzimmer präsentieren. Da sitzt er also im neuen Sessel und sinniert so vor sich hin, wie fein es hier ist bei Frau Vro und ihren Männern. Mit Rosalind und der Muse. Und natürlich dem Schweinehund, der sich auf den Boden geworfen hat und einfach nur faul ist, so wie er das am besten kann.

Der Ernst aber will gar nicht nach hinten blicken, da steht nämlich der volle Wäschekorb. Nach vorne und durchs Fenster schaut er auch nicht, weil die Fenster immer noch nicht geputzt sind. Und überhaupt herrscht gerade eine wilde Unordnung, weil die ganzen Bastelsachen am Tisch verteilt sind. Jetzt wird erst einmal Pause gemacht! Frau Vro soll noch ihren Beitrag fertig schreiben und dann machen wir uns ans Aufräumen, denkt er sich.

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11 Gedanken zu “Häuslbauer-Projekt Teil 3. Einrichtungssache.

  1. Ich finde, es sieht gemütlich aus. Ich würde auch einziehen. Auch wenn mir die besagten Eis-Dosen zum portionsweisen Einfrieren von Essen dienen, das ich von meiner Mutter zu mir transportiere. Und ihr dann bei meinen Besuchen sauber gespült wieder mitbringe. Derzeit stehen vier Stück auf meinem Regal. 😀

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