Story-Samstag: Sabotage

Nein, es geht nicht. Tante Tex will Weihnachten sabotieren. Das war ihr Motto vom letzten Story Samstag. Seit zwei Wochen überlege ich, wie sich Weihnachten sabotieren ließe. Aber ich habe null Ideen. Weihnachten sabotiert man nicht einfach so. Das macht man nicht leichtfertig.
Bei meiner derzeitigen Vorweihnachts-Stimmung braucht es das noch nicht einmal. Die Vorfreude will sich einfach nicht einstellen. In einer Woche ist der Spuk schon wieder vorbei. Dann ist das Christkind geboren, die Geschenke verteilt und die Drei Weisen sind auch schon auf dem Weg. Herodes wird hellhörig und will der drohenden Gefahr des kommenden Königs Einhalt gebieten.

Quelle: de.toonpool.com
Ich durchforste das Internet nach diesem Cartoon, wo die Heiligen Drei Könige schreiend davonrennen, weil Josef verkündet, dass es ein Mädchen ist. Aber ich kann diesen einen nicht mehr finden. Aber einen anderen. Wie würde Weihnachten wohl aussehen? Oder überhaupt das ganze christliche Abendland? Wie würde sich eine Frau inmitten von Propheten behaupten können? Der Frauenanteil in höheren Managerkreisen ist klein. Der Weg dorthin hart und steinig. Und sich an der Spitze zu halten ist auch kein Zuckerschlecken.
Ich überlege, kann es vielleicht sein, dass es doch ein Mädchen war? Wenn man die ganze Story erst Jahrzehnte später aufschreibt, kann man(n) die Geburtsfolge schon mal durcheinanderbringen. Vielleicht war zuerst das Mädchen, und dann der Bruder, und weil das so ja nicht geht, … Denn das Christkind hatte Geschwister, zumindest von Brüdern wurde geschrieben. Aber es gab sicherlich auch Schwestern. Ich bin ganz sicher. Wer weiß, wer wirklich im Hintergrund die Fäden in der Hand hatte.
Ich könnte eine Zeitreise machen und den Fall journalistisch neu aufrollen. Aber dazu ist jetzt keine Zeit, ich muss zum Frisör und mir die Haare schön machen lassen. Vielleicht nächstes Jahr vor Weihnachten, falls Tante Tex wieder zur Sabotage aufruft.

Advertisements

4 Gedanken zu “Story-Samstag: Sabotage

  1. Ich finde das eigentlich sehr spannend. Geschichtsschreibung ist immer faszinierend. Vor allem, weil sie immer von den Meinungen derer gefärbt ist, die das Sagen oder das Geld haben. Ich bin auch sicher, dass einige Frauen in der Bibel unterschlagen wurden. Es werden immer die Mütter gewesen sein, die die Kinder in den ersten Jahren geprägt haben. Das kann so einem Mönch schon Angst machen …

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s