Misi. Eine Ankündigung.

Ja, wer soll denn das sein? Misi? Misi ist ein Frosch. Sicher denkt ihr jetzt, was kommt denn noch alles? Zuerst Rosalind, dann die Muse, der Schweinehund, der Ernst. Mann und zwei Kinder sind auch da. Und jetzt der Misi.
Ehrlich, dafür kann ich nichts. Ich finde ja auch, dass die Hütte langsam voll wird. Aber das hat mir die Muse eingebrockt. Hinter meinem Rücken. Da hat sie mit Frau Holle Kontakt aufgenommen und Misi einfach so eingeladen. Dabei ist Advent und eigentlich die stillste Zeit im Jahr und eh habe ich Dinge zu erledigen ohne Ende. Aber es ist nun mal halt so. Werden wir das auch noch hinkriegen. So ein kleiner Frosch kann ja nicht so anstrengend sein. Hoffe ich. Nur die Muse … tja …
Wir hatten ein ernstes Gespräch deshalb. Zu Themen wie Gemeinschaft, Respekt, Verantwortung, vorher nachdenken und so. Was dazu geführt hat, dass hier jetzt ein bisserl stille Kammer ist. Die Muse war sich keiner Schuld bewusst und hat sich beleidigt in den dicken Troll verwandelt. (Was den Schweinehund sehr erheitert hat, aber er hat ausnahmsweise mal seinen Mund gehalten und nichts gesagt.) Der Ernst des Lebens wollte auch mitreden, aber den habe ich vergrault, weil ich der Meinung war, dass ich mir das sehr gut mit der Muse allein ausmachen kann, ohne dass er auch noch miterzieht. Rosalind hat nur „Besuch“ gehört und sich furchtbar aufgeregt, dass sie das schon zeitgerecht wissen müsse, man müsse sich ja schließlich vorbereiten und überhaupt. Jetzt putzt sie wie verrückt und macht dabei ein verdrossenes Gesicht.
Misi ist ein Frosch und gehört zu Frau Holle. Nicht der Frau Holle, die es aus Tuchenten schneien lässt, sondern jener Frau Holle, die einen sehr netten Blog betreibt. Es lohnt sich, dort vorbeizuschauen. Misi wollte zumindest einen Winter lang nicht in seiner gewohnten Winterstarre verbringen, sondern zu Frau Holle ins Haus. Oder noch besser, er will herumreisen. Ein paar andere Blogger hat er schon besucht. Bei Sabine von wortgeflumselkritzelkram ist er gewesen und bei Trienchen und bei Michis Welten auch.
Jetzt hat er beschlossen, dass er einen Blick über die Grenzen wagt und uns hier im Waldviertel besucht. Ich bin ja ein wenig angespannt. Weil ich nicht weiß, wie anspruchsvoll der Herr Frosch ist und wie er sich mit den Herrschaften hier verträgt. Bei meinen drei Mannen habe ich keine Bedenken. Die leben so ziemlich in ihrer eigenen Welt: der aus Arbeit (der ganz große, mir Angetraute), jener mit Handy und Nintendo (der Ältere) und einer dritten schließlich aus Lego und Dampflokomotiven (der Jüngere).
Echt , ich muss mir bessere Namen für die Kinder überlegen. Das ist ja urfad, wenn ich immer nur „der Ältere“ und „der Jüngere“ sage/schreibe.
Am Mittwoch soll Misi hier ankommen. Ich hoffe, die Muse und der Ernst kümmern sich drum. Ich muss da nämlich arbeiten. Es ist kalt und der Postler stellt Pakete meistens direkt vor der Tür ab. Nicht, dass Misi in seinem Reiseaquarium von mir ungewollt doch noch in seine Winterstarre versetzt wird. Das würde er mir sicher sehr übel nehmen. Dann käme er womöglich nie mehr zu uns nach Österreich.
Die Muse ist schon sehr aufgeregt. Sie hat dieses Foto von Misi gesehen und meint, er habe wirklich eine wahnsinnig tolle Figur. Diese Kurven! Das umwerfende Lächeln! Der schmachtende Blick! Dass der Ernst nebenbei die Augen verdreht hat, das hat sie noch nicht einmal bemerkt. Rosalind hat sich auch zum Computer gestellt und den Hals gereckt. Als sie Misi sah, meinte sie nur schnaubend, das sei halt auch wieder so ein Mann, viel zu sehr von sich eingenommen. Und dann noch den ganzen Winter herumreisen und sich aushalten lassen. Ich werfe ihr einen strengen Blick zu. Sie soll sich mässigen. Er wird unser Gast sein. Und damit basta. Naja. Irgendwas hat sie. Vielleicht Kummer mit Romeo. Romeo ist eigentlich ihr Freund. Ein kleines schmächtiges Heinzelmännchen mit einer Schwäche für schöne Frauen, die ohnehin unerreichbar sind für ihn. Hier im Hause von Frau Vro glänzt er meist durch Abwesenheit. So unversöhnlich und böse ist Rosalind sonst nicht. Ich hoffe, sie weiß sich zu benehmen.
Jetzt heißt es also warten! Das kann ja heiter werden!

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Ein Gedanke zu “Misi. Eine Ankündigung.

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