Un-nominiert macht es auch Spaß.

Sabine von Wortgeflumselkritzelkram hat meine Nominierung zum Liebster Award angenommen und tolle Antworten zu meinen Fragen geschrieben. Auch sie hat wieder Fragen gestellt und Blogger nominiert. Außerdem lädt sie auch noch all jene zum Mitmachen ein, denen ihre Fragen gefallen. Übereifrig dränge ich mich also in die erste Reihe und mache wieder mit. Was mich etwas irritiert. Ich bin ja sonst nicht so. So übereifrig meine ich. Aber bei ihr ist es ja wirklich immer so nett zum Reinlesen und so schön bunt und auch nicht so schrecklich lang wie bei der Frau Vro.

Herzlichen Dank für deine Fragen!

Hier geht es ohne Umschweife weiter mit meinen Antworten:

1. Du wachst morgen früh auf und es liegen 70 cm Schnee. Was machst du?
Morgen früh sagst du? Ende Oktober? Depperte Klimaerwärmung. Das erklärt mein grauenhaftes Kopfweh heute. Ich rufe in der Firma an, dass ich nicht komme. Obwohl sie sich das schon gedacht haben werden. Ich rufe in der Schule an, dass die Kinder nicht kommen. Jedenfalls nicht vor Mittag, bis dahin brauchen sie nämlich, bis sie sich eine Gasse freigeschaufelt haben. Mein Mann ruft selber in der Arbeit an, dass es wahrscheinlich später wird. Aber vielleicht bleibt er auch daheim, wenn er unseren kollektiv ausgebrochenen Müßiggang sieht.  Ich bin nicht sicher, ob bei dem allgemeinen Herumtelefonieren überhaupt jemand durchkommt oder wer dran geht, aber sei’s drum. Dann suche ich am Dachboden nach der Schachtel mit den Schneehosen und Winterjacken. Weil die Kinder sicher Schneemänner und Iglus bauen wollen. Und das jetzt doch sehr überraschend kommt mit dem Schnee. Der Mann weiß, wo die Schneeschaufeln verräumt sind. Der Ältere braucht neue Winterstiefel, für den Moment werden es die Wanderschuhe tun müssen, weil ich gerade nirgendwohin komme. Tee kochen. Ofen einheizen. Bratäpfel braten. Fernsehen. Stricken. Lesen.

2.Zeitreise: Vergangenheit oder Zukunft und warum?
Weiß nicht, davon lasse ich lieber die Finger. Eventuell in die Vergangenheit. Da waren ein paar Sachen, die ich die Mama noch fragen wollte. Und den Opa. Weil da angeblich Italiener in meiner Ahnenreihe vorkommen… Sehr weit zurückreisen brauche ich also nicht. Maximal 30 Jahre. Da fällt mir ein, da war ich gerade das erste Mal verliebt.

3.Welche drei Bücher aus deinem Regal wirst du wahrscheinlich nie weggeben?
Roth/Daunderer, Giftpflanzen – Pflanzengifte; um das Buch bin ich jahrelang herumgeschlichen, bevor ich dafür ein kleines Vermögen von 1800,– Schilling ausgegeben habe.
Cornelia Funkes Tintenherz-Trilogie, die ist einfach gut und schön
Gordon Cheers, Botanica – ein wunderschönes Pflanzenbuch zum Nachschlagen und drin Schmökern

4.Du triffst den Papst. Was würdest du ihm sagen?
Ich wünsche Ihnen noch ein langes Leben, damit Sie Ihre Sache weiterhin gut machen können! Aber ein paar Dinge wären da noch …
Vielleicht sage ich aber auch gar nichts, weil ich so perplex bin.

5.Stadt oder Land und warum?
Land, eindeutig. Der Lärm und das Gewusle der Stadt machen mich nervös. Stadt bestenfalls als Besucher. 13 Jahre Wien reichen mir. Ich brauche Platz und Luft.

6.Kochst du gerne und wenn ja, was am liebsten?
Ja! Ja! Ja! Ich koche gerne. Und immer zu viel. Früher öfters. Auswärts arbeiten ist wirklich total kontraproduktiv. Am liebsten herzhaft. Österreichisch. Italienisch. Französisch. Viel Gemüse. Fleisch auch. Süß nicht so. Obwohl das meine Kinder lieben. Vielleicht werde ich wieder einmal experimenteller. Wenn ich nicht mehr so viel schreiben, lesen, stricken, musizieren will.

7.Du darfst ein Sabbatjahr nehmen – voll bezahlt – was machst du?
Ach echt? Ein Sabbatjahr? Ich mache genau das, was ich jetzt schon mache. Nur mit einem Zeitplan, der nicht ganz so straff organisiert ist. Die Kollegen werde ich vermissen. Jedenfalls am Anfang. Wieder mehr kochen und neue Rezepte ausprobieren könnte ich. Pulled Pork steht auf der Liste. Oder eine Esterhazytorte. Ob ich die so gut hinbekomme wie die in der Konditorei neben meinem Zahnarzt? Und ja, da war noch was. Einradfahren wollte ich lernen. Möglichst noch bevor ich einen Rollator brauche. Bauchreden. Ordentlich mit Bällen jonglieren. Lauter unnötige Sachen, für die ich mir sonst eh nie die Zeit nehme.

8.Was wolltest du als Kind werden?
Uhrmacher. Oder Flugzeugtechniker.

9. Wann hast du das letzte Mal herzhaft gelacht und warum?
Oh Mist, ich weiß es nicht mehr. Das ist ein schrecklicher Gedanke. Kann ich das Sabbatjahr jetzt gleich nehmen? Die 70 cm Schnee möchte ich auch sofort haben. Dann kann ich mir ungestört etwas Leckeres kochen. Zitronenspaghetti mit Lauch oder Schupfnudeln mit Apfelsauerkraut oder … mhmmmm, ich werde gerade so richtig hungrig.

10.Hast du ein Lebensmotto?
Liebe geht durch den Magen.
Nein, das war’s nicht. Aber am liebsten ist mir immer wieder Paracelsus mit seiner Dosis, die das Gift macht. Trifft schließlich auf alles im Leben zu. Nicht nur aufs Essen.

11.Was möchtest du noch sagen, obwohl ich nicht danach gefragt habe?
Nix. Ich rede ohnehin immer zu viel. Aber magst vielleicht mit mir etwas kochen? Ich bin immer noch hungrig. Schnelle Spaghetti Aglio e Olio. (Wobei das Dessert danach wahrscheinlich ziemlich grauslich knofelig schmecken wird.) Oder haben wir mehr Zeit? Machen wir ein italienisches Teufelshähnchen mit Salbei und Chili, dazu Salat und Kartoffeln, ganz kleine, die sind jetzt im Herbst so wunderbar. Sonst möchte ich jetzt nichts mehr sagen. Schneefalls könntest du vielleicht irgendwo ein Dessert mitnehmen? Ich backe nicht so gerne. Esterhazytorte wäre super, geht direkt auf die Hüften. Das arbeite ich dann später beim Schneeschaufeln wieder weg. Meine Muse will wissen, ob sie auch etwas zum Essen bekommt. Aber Vorsicht, die ist sehr verfressen! … Da braucht sie mich jetzt gar nicht so wild ansehen … Ach, sie knurrt mich an, dass ich endlich die Klappe halten soll … Mhmmm, wie nett, sie hat mir ein Speck … nomnomnom … brot gebracht. Mnomnomnom. Okay … Aber hallo, noch ein Käsebrot auch? Ist die Muse heute aber nett! … Mhmmmm … Leute, ich muss los … Ich kann mit vollem Mund nicht sprechen.
 
 

Weil ich hier überhaupt nicht nominiert war, stelle ich auch keine weiteren Fragen. Irgendwo muss ja einmal Schluss sein. Spaß hin oder her!
 
 
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4 Gedanken zu “Un-nominiert macht es auch Spaß.

  1. Ach, das ist ja schön und ein RIESENDANK für das nette Kompliment 🙂 Gerne komme ich zum Kochen vorbei – ich kann zwar nicht kochen, aber ….. Darf ich für die Getränke sorgen? Und den Schnee will ich nicht. Bibber, lieber Klimaerwärmung und noch etwas Sonne. Aber das Teufelshähnchen klingt sehr gut. Ganz kleine Kartoffeln hatten wir gestern, im Backofen mit Rosmarin. 🙂 Und mal sehen, ob das jetzt endlich klappt mit dem Kommentar 🙂

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  2. Macht gar nichts, wenn du nicht kochen magst, dann übernehme ich das. Ich habe gerne Gesellschaft und freudige Esser, die ich bekochen kann. Um die Getränke kannst du dich gern kümmern, das macht sonst nämlich mein Mann.
    Dem Teufelshähnchen nehme ich mich bei Gelegenheit einmal an (außer ich vergesse).

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