Kein Oscar. Keine Emmy. Kein Kurt und keine Zenzi. Aber!

Nicole Vergin hat mich für den Liebsten nominiert. Vielen herzlichen Dank an dieser Stelle! Wärst du nicht so weit weg von mir, wir würden zur Feier des Tages bei Kaffee und Kuchen zusammen sitzen und beim Tratschen die Zeit übersehen.

Seit ich meinen Blog habe, stolpere ich immer wieder darüber. Über diesen Award. In den ersten Monaten war ich noch zu sehr mit mir selbst, mit dem Schreiben und den technischen Finessen beschäftigt. (Ha ha, bin ich ja immer noch!) Aber früher oder später kommt man um den Liebsten nicht mehr herum.

Tja, wie ist mir jetzt? Sinn und Zweck der Nominierung zum Liebster Award ist es, neue Blogs bekannter zu machen und durch gezielte Fragen die Schreiberlinge dahinter besser kennenzulernen. Und da fängt das Dilemma an. Ich habe die meisten Blogs, denen ich so folge, über jeweils andere kennen und schätzen gelernt. Darunter sind einige wirklich alte Hasen (Oh bitte, versteht das sinnbildlich!), die schon oft nominiert wurden. Neue und junge Blogs kenne ich kaum. Ich bin so beschäftigt mit meinem eigenen und der Handvoll an Blogs, denen ich folge, dass ich kaum Zeit für noch mehr finde. Ich habe ja schließlich auch noch ein reales Leben.
Da wird also hin und her nominiert und irgendwann fängt das Ganze an, etwas zu nerven.  Nicht schon wieder! Insgeheim wünsche ich mir also eine Nominierung, aber eigentlich will ich sie dann doch nicht. Die Nominierung ist ja etwas Gutes. Weil ich Bestätigung finde. Weil jemand mag, was ich da mache. Weil jemand es für Wert befindet, darauf hinzuweisen: „Schau doch da mal vorbei bei der Frau Vro!“
Fragen beantworten macht Spaß. Neue Fragen stellen (vielleicht) auch. Nur bleiben da diese Folge-Nominierungen! Wen jetzt nominieren?

Drum beantworte ich jetzt erstmal die Fragen von Nicole. Und um die kniffligeren Dinge kümmere ich mich nachher.

 

1. Hast du irgendwelche Rituale in deinem Leben / Alltag?

Tee kochen. Egal wo, ob daheim oder in der Arbeit. Zuerst Wasser aufsetzen, große Kanne, Tasse, ev. Milch auf einem Tablett bereitstellen. Losen Tee in ein Teesieb geben. Fast immer ist es Schwarztee. Manchmal brauche ich Zucker dazu.

2. Gehst du gern auf Flohmärkte?

In meiner Stadt findet alle zwei Jahre der große Pfadfinder-Flohmarkt statt. Dieses wahnwitzige Umverteilen von Ramsch! Ansonsten nein. Ich miste eher aus als dass ich noch mehr nach Hause schleppe. Aber wer weiß, wenn ich Gelegenheit hätte … keine Ahnung, was ich alles heim schleppen täte …

3. Hast du eine Sammelleidenschaft?

Eine? Ähem! Jaaaa? War aber schon schlimmer. Eigentlich habe ich diese Phase(n) überwunden.

4. Ein Wort: was verbindet dich mit Büchern?

Meine Hände, die sie halten. Meine Augen, die sie sehen.  Meine Ohren, die die Seiten rascheln hören. Meine Nase, die den Duft von Papier und Druckerschwärze atmet. Meine Gehirn, dass das Gelesene in Kopfkino umwandelt.

5. Deine Lieblingsbeschäftigung im Winter?

Kerze anzünden, Ofen einheizen, ab auf die Couch oder im Haus herumwerkeln. Tee natürlich – siehe oben.

6. Schreibst du noch handgeschriebene Briefe?

Ja, manchmal. An Menschen, die es zu schätzen wissen.

7. Wenn ja: warum? Wenn nein: warum nicht?

Weil man nur handgeschrieben diese wunderschönen Schwünge bei Ober- und Unterlängen hinbekommt. Weil man sich Zeit nehmen muss und auch noch Gedanken zwischen die Worte weben kann.

8. Magst du Regen?

Yep.

9. Wie hältst du dich über das tägliche Weltgeschehen auf dem Laufenden? (Zeitung, Internet…)

Gar nicht. Was wirklich wichtig ist, wird mich erreichen. Der Rest zieht mich nur runter.

10. Dein Lebensmotto?

Wozu das denn? Das ändert sich ja doch je nach Lebensphase immer wieder.
Obwohl doch, da gibt es etwas:
Reinhold Niebuhr: Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
Dann war da noch Paracelsus: Allein die Dosis macht das Gift.
Und Sokrates: Es gibt so viele Dinge, die ich nicht brauche.
 

11. Was möchtest du an dieser Stelle deinen Lesern noch mitteilen?

Hm … mal sehen … nein, das schreibe ich jetzt nicht alles hier her … ich brauche ja noch Geschichten für meine künftigen Beiträge. Meine Leser werden wohl immer wieder einmal vorbeischauen müssen.

 

==============
 
So weit, so gut! Und was jetzt? Was würde ich  gerne wissen? Na dann, hier sind meine Fragen.
  1. Akkus leer, kein Internet, kein Zugang zum Blog – was nun?
  2. Lachende, kichernde Kinder – macht dich das fröhlich oder findest du es nervig?
  3. Welche Jahreszeit magst du am liebsten?
  4. Die schönen Dinge des Lebens sind für dich …?
  5. Morgenmuffel oder Nachteule? Oder womöglich beides?
  6. Ein guter Tag ist es, wenn …?
  7. Warum werden/wurden all diese Philosophen, die das Sein/das Leben erklären woll(t)en, nicht verrückt? Das wollte ich schon immer einmal jemanden fragen. Habe ich auch, bekam aber keine Antwort.
  8. Kennst du die dunkle Seite der Macht? Äh nein, nicht die der Macht, aber die in jedem von uns. Wie kann jemand grundsätzlich nett und sympathisch sein und dann die grauslichsten Horrorgeschichten schreiben? Nur so als Beispiel. Oder geht das gar nicht?
  9. Glaubst du an den ersten Eindruck? Den, der bleibt?
  10. Was ist wichtiger: Zufriedenheit oder Glück?
  11. Wenn du jetzt auf der Stelle verreisen könntest, wo ginge es hin? (Urlaub bekommst du, habe ich geklärt. Die Katze wird gefüttert. Geld spielt keine Rolle. Impfungen sind auch kein Thema. Die Kinder – so welche vorhanden – plärren dir ganz sicher nicht hinterher.)

 

Ich nominiere … *trommelwirbel* … auch wenn ihr schon oft nominiert wurden, aber sei’s drum: 
 
 
Fühlt euch frei, meine Neugier zu befriedigen oder auch nicht.

 

Advertisements

6 Gedanken zu “Kein Oscar. Keine Emmy. Kein Kurt und keine Zenzi. Aber!

  1. Deine Antworten spiegeln, was mir gefiel, als ich deinen Blog entdeckt habe und ihn seither in meinem Feed habe: Die Mischung aus tiefenentspannter Gelassenheit und einer guten Portion Verrücktheit, die Liebe zum Erzählen und das Spielen mit Worten. Es ist fast egal, was du antwortest, aber wie, das gefällt mir. 🙂 Und deshalb nehme ich auch diesen Liebsten mit, den aber besonders gern … Und das nicht nur wegen Frage 7 ^^

    Gefällt mir

  2. OMG. Und jetzt stell dir vor, ich stehe da vor dem Publikum und muss mich für den Oscar bedanken und die Stimme bricht mir vor lauter Ergriffenheit. Wow! Das freut mich so so so, aber wirklich sowas von so sehr. Frage 7, ja, das ist mir wirklich immer schon ein Rätsel … Ich bin gespannt, was du dazu zu sagen hast. 😉

    Gefällt mir

  3. Schön, dass er bei dir gelandet ist – der „Liebste“.
    Obwohl ich so schändlich wenig kommentiere und viel zu selten auf deiner Seite vorbei schauen kann, gehört sie eindeutig zu den Blogs die ich schlicht und einfach mag. Umso mehr freu ich mich über die Nominierung. Fragen zu beantworten macht einfach Freude und neue Blogs durch so einen Award kennen zu lernen, ebenfalls. In diesem Fall kenne ich die anderen schon und finde, dass sie immer einen Blick wert sind.

    Liebe Grüße

    Gefällt mir

  4. Ich kann das Kompliment voll und ganz zurückgeben. Dein Erzählen plätschert immer so leicht und luftig dahin, dass es eine Freude ist. Manchmal zieht ein wenig Melancholie an mir. Immer aber hinterlassen deine Geschichten eine wohlige Wärme und Lust auf mehr.
    Liebe Grüße

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s