Vro’sche Listen.

Ich bin eine Listenschreiberin.
Listen sind nämlich toll. Und sie machen Spaß.
Man kann fast alles in Listen verpacken. Man bringt Ordnung in sein Denken. Ich bin ein bekennender Listenschreiber. Meine ToDo-Listen schreibe ich so, dass ich Erledigtes durchstreichen kann. Nicht einfach nur abhaken. Selbst durchstreichen reicht meistens nicht. Ich kritzle und krakle sie richtiggehend aus, bis nichts mehr zu lesen ist. Das ist wie ein großes Lob an mich selbst: Schau, da hast du wieder etwas geschafft! Jetzt ist es weg und erledigt.
Die wunderbar inspirierende Barbara hat jede Menge Ideen für Listen. Ich selber habe hier ebenfalls schon einmal eine Liste gepostet, nämlich meine 50 RandomFacts – Sich vorstellen einmal anders. Aber Barbara hat noch mehr Ideen, wie zum Beispiel:
  • Sätze, die ich gerne einmal sagen würde, wenn ich den Mut dazu hätte 
 (oh ja, aber diese Liste könnte ich wohl nur massiv geschwärzt teilen)
  • Bücher, die mich begeistert haben 
 (da gibt es schon einige)
  • Gutes, das nicht geschehen wäre, wenn es mich nicht gäbe 
(da fällt mir auch ziemlich viel dazu ein, ohne jetzt selbstverherrlichend sein zu wollen)
  • 10 Dinge, die mich heute schon glücklich gemacht haben 
 (naja, der Tag dauert noch ein wenig an und es kommt auch darauf an, wie man den Maßstab ansetzt)
  • 50 Berufe, die ich in diesem Leben schon ausgeübt habe – bezahlt/unbezahlt, offiziell oder im Geheimen (sollte super easy sein, als Mama ist man da klar im Vorteil)
  • Hundert Orte, an denen ich im letzten Urlaub war (diese Übung habe ich schon einmal in einem Schreibseminar gemacht, ab Punkt 50 bis 60 fokussiert man anders, damit man noch ein paar zusammen bekommt *g*)

Die heutige Liste war eine ToDo-Liste. Eine ganz unspektakuläre Liste. Eine sehr haushalterisch dominierte Liste. Total fad. Auf ihr kommen Dinge vor wie Bad putzen, Staubsaugen, Kochen, Betten frisch überziehen, Wäsche waschen und bügeln, Blumen gießen. Rasen mähen und Fenster putzen. Die beiden letzteren könnten sich übrigens von selbst erledigen. Es soll Regen geben. Wieder einmal Akkordeon spielen. Einen neuen Musettewalzer ausprobieren oder einen alten besser üben. Ein paar Reihen am Olympiaprojekt weiter stricken.

Warum die heutige Liste gewesen ist? Nein, ich habe sie noch nicht abgearbeitet. Ich habe sie verschoben. Ich habe mich spontan für einen Besuch bei meiner Schwester entschieden. Wir haben das Auto voll gepackt und die Räder aufgeladen. Und sind für einen ganzen Tag zu ihr gefahren.

Es heißt ja immer, man soll flexibel sein. Im Umorganisieren bin ich ziemlich flexibel. Das schöne an manchen Listen ist ja, dass sie keine Deadline habe. Das meiste bleibt ohnehin liegen.

Mein liebste Liste ist übrigens folgende:

  • Etwas für mich tun. (Das geht leicht.)
  • Etwas für Andere tun. (Macht sich mehr oder minder von allein, spätestens wenn ich koche. Bekommt aber aufgrund Punkt 1 nicht immer die nötige Aufmerksamkeit.)
  • Etwas Aufgeschobenes erledigen. (Davon gibt es immer genug. Wie zum Beispiel obige Liste, die ist noch nicht erledigt und hängt noch an der Magnettafel.)

Und ihr? Wie haltet ihr das mit den Listen?
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