Vor-Badefreuden.

Frau Vro und ihr Drahtesel. Wieder einmal. Allerdings war mir heute nicht nach einer wilden Fahrt im Gatsch. Ich bin in die entgegengesetzte Richtung meiner sonstigen Ausfahrten los geradelt und habe mir mal den Stausee angesehen. Asphalt und die breiten Stollenreifen vom Mountainbike sind eher suboptimal. Auch der Gegenwind war kontraproduktiv. Aber super motiviert und gut drauf habe ich mich heute von gar nichts abhalten lassen. Ich wollte zum Wasser!



Ich liebe den Stausee. Ich gehe viel lieber im Stausee schwimmen als im Freibad. Nun gut, sommers im Freibad kann man nicht schwimmen. Bestenfalls baden und plantschen. Über dessen Badezusätze bei Vollbetrieb sollte man vielleicht eher nicht so genau nachdenken.

Ich habe aber auch einen Heidenrespekt vor dem Stausee. Vor seinen kalten Unterströmungen. Wirklich angenehm warm wird es da erst im Hochsommer. Zumindest die oberen 50 Zentimeter. Darunter ist es wieder kalt. Das mag nicht jeder. Ich liebe das.
Der Stausee hat jede Menge Schwebstoffe. Was in der Praxis bedeutet: wenn ich da absaufe, findet mich keiner. Niemals. Jedenfalls nicht in der relevanten Zeitspanne, die mein Überleben sichern könnte. Trotzdem liebe ich es, an der schmalen Stelle von der Liegewiese aus ans andere Ufer und zurück zu schwimmen. Das ist ungefähr ein Kilometer. Beim Zurückschwimmen muss ich nach rechts ziehen, weil es mich unweigerlich mit der leichten Strömung abtreibt. Früher habe ich darüber nicht nachgedacht. Heute schwimme ich immer noch hinüber, bin aber sehr viel vorsichtiger geworden. Bin mir der Tiefe des Sees und seiner Strömungen bewusst. An seiner tiefsten Stelle ist er 40 Meter tief. Was im Grunde bedeutungslos ist. Es reichen auch zwei Meter um untergehen und nicht gefunden werden zu können.
Wie schnell man in Seenot gerät, habe ich selbst erlebt. Vor vielen Jahren war ich mitten im See mit einer Freundin, als plötzlich ein Gewitter aufzog. Wind kam auf und die Wellen schwappten uns entgegen. Wir hatten sehr zu kämpfen, dass wir ans Ufer kamen. Dazu die Angst vor dem Gewitter. Im See schwimmen und über einem Blitz und Donner. Das trägt nicht dazu bei, dass man sich besonders sicher fühlt.
 

Die ersten Boote sind schon am Bootssteg. Die Stege selbst zum Teil erneuert. Alles liegt friedlich da. Jetzt braucht es nur noch warm werden. Dann packen wir die Kühltasche für ein erstes Picknick. Oder wir schnappen uns ein paar Snacks und etwas zum Trinken und fahren nach Arbeitsschluss noch schnell zum See, sehen der Sonne beim Untergehen hinter den bewaldeten Hügeln zu, hüpfen kurz ins Wasser. Vielleicht fahren wir aber schon viel früher mal hin. Auch im warmen Wollpullover hat der See seinen Reiz. Die sich sanft kräuselnden Wellen, die in der Gegensonne glitzern.

Ich freu mich schon…

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