Frau Vro hat Luxusprobleme.

Ich bin zwiegespalten. Hin und her gerissen zwischen Soll ich? Soll ich nicht? Will ich? Will ich nicht? Später? Gleich? Doch nicht?
Der Grund dafür ist, dass mich die Muse geküsst hat. Während ich eine ganz besonders eintönige Arbeit zu machen hatte. Ich bin ihr gerade völlig verfallen und habe meine liebe Not, das Alltägliche zu schaffen.

Und eine Bekannte hat mir überdies leere Wachteleier für mein Vogelnest geschenkt.
Erinnert ihr euch an das Vogelnest? Da ist der Muse gleich nochmal was Neues eingefallen.

Die Muse hat mit Ideenfunken herumgespielt und ich habe vorerst mal ein kleines Kerzlein daran entzündet. Im Laufe des Tages ist daraus ein loderndes Feuer geworden und ich habe fast den ganzen Plot für eine lange Geschichte/Erzählung/Roman entwickelt. Mindestens dreißig Szenen sind es nun, die ich stichwortartig aufgeschrieben habe.
Wo da die Luxusprobleme sind?
Ich habe eigentlich frei und viel vor. Anderes!
Ich wollte die Wäsche machen. Mehrere Körbe voll stehen da und warten auf Weiterbearbeitung. Geht es euch auch so? Irgendwie vermehren sie sich wie die Karnickel. Am einen Ende arbeitet man alles weg und am anderen Ende steht schon wieder ein Korb.
Da liegt ein fast fertiges Stricktuch. Wenn der Endspurt einsetzt, kann ich normalerweise mein Strickprojekt nur noch schwer weglegen.

Und zwei Bücher, die ich simultan lese.

Ich wollte mit dem Rad ausfahren, weil es mal wieder trocken und verhältnismäßig warm ist. Später dann, sagte ich mir. Später. Noch später. Zu spät.
Ich wollte zumindest ein wenig Yoga machen. Habe mich in die Turnhose geschmissen und war durchaus motiviert.

Doch dann habe ich mich zum Computer gesetzt…
Habe die Datei mit meiner Geschichte geöffnet und die zuletzt geschriebenen Zeilen gelesen.
Und zu tippen angefangen.
Jetzt schreibe ich seit drei Stunden. Immer noch in der Turnhose.
Fast 3600 Wörter. 3 Kapitel.
Ich lerne jede Menge neue Personen kennen. Heinrich. Thomas. Vera. Karla. Martin. Jonas. Anna.
Ich habe den Verdacht, dass sie mich alle noch sehr lange begleiten werden. Dass ich sie alle lieben und auch hassen werde.
Und dann sind da noch meine kleinen Monsterleins – immer noch blutdurstig, immer noch bösartig getrieben.
Ach ja, wer es noch nicht weiß: Karla – von der ihr hier vielleicht schon gelesen habt – wacht aus ihrer Bewusstlosigkeit auf.
Luxusprobleme! Sag ich ja.
Wünscht mir Glück und Geduld und eine mir wohl gesonnene Muse!

P.S. Die Muse macht mich noch immer völlig high mit ihrem Sirenengesang. Ich glaube, sie steht unter Drogen. Ich vielleicht auch. Wie auch immer! Ich tippe tippe tippe. Mir manchmal auch an die Stirn. Meine Finger schmerzen. Ich schicke die Muse weg. 6259 Wörter sind genug für einen Tag.

Hoffentlich ist die Muse jetzt nicht beleidigt…

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2 Gedanken zu “Frau Vro hat Luxusprobleme.

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