Back on the road.


Endlich!
Endlich passt das Wetter. Endlich kein Husten, kein Schnupfen. Endlich keine zusätzlichen Arbeitsstunden oder sonstigen Termine. Endlich wieder Zeit!
Der innere Schweinehund hat zu Weihnachten eine Horde Vanillekipferl eingeladen. Die sind gleich dageblieben und feiern auf meinen Hüften fröhliche Urständ. Das geht so nicht! Immer nur Party! Party! gibt es nicht.
Ich hole das Fahrrad aus dem Keller. Das Vorderrad braucht ein bisserl Luft. Ich fülle meine Trinkflasche, mache mich fertig.

 

Obwohl ich endlich Zeit habe, habe ich nur begrenzt Zeit. Wie paradox! Los geht’s. Egal in welche Richtung – irgendwann geht es immer aufwärts. Strample mich da ab und bin noch nicht ganz überzeugt, ob ich das jetzt wirklich so wollte. Aber die Sonne strahlt mich warm und freundlich an, was der Motivation durchaus zuträglich ist.
Ich fahre meine Hausstrecke. Jene Strecke, die ich immer dann fahre, wenn ich nach einer längeren Pause erst mal wieder rein kommen will oder ich keine Lust habe, mir eine Route zu überlegen. 14 Kilometer locker dahin geradelt. Die ersten vier davon fahre ich auf der Straße zügig dahin.  Den Autofahrern bin ich dennoch zu langsam. Danach wechsle ich auf einen Feldweg. Bleibe kurz stehen und werfe einen Blick in die Runde. (Fotos mache ich auch.) Ich fühle mich großartig. 
Ich trete rein, was das Zeug hält. Durch den Gatsch. Rein in den Wald. Fichtenzapfen liegen auf dem Weg. Es ist dreckig.  Mein Fahrrad ist dreckig. Ich bin es auch. Yeah!

  

Zurück geht es durchs den Wald. Nur selten bricht sich die Sonne ihren Weg durch die Bäume. Hier herrscht noch Winter. Der Boden ist oberflächlich gefroren. Die gelegentlichen Schneeflächen ebenfalls. Es kracht laut, wenn ich mit dem Fahrrad darüber fahre und der harschige Schnee bricht. Als käme die wilde Jagd daher. Ich kenne hier jeden Stein und jedes Schlagloch. Letztere sind mit Schmelzwasser gefüllt, auf denen sich in den letzten Tagen eine funkelnde Eisschicht gebildet hat. Es ist kalt und frostig. Das Gras ist mit Reif überzogen. Die ganze Umgebung schimmert in Schattierungen von Silber, Grau und Grün. Es ist wunderschön. Der Fluss fließt träge dahin, gluckst leise. Manchmal fallen Sonnenstrahlen aufs Wasser und tauchen den Fluss in glitzergoldenes Licht.

Ein Eichelhäher kreuzt meinen Weg. Aufgeregt kreischt er ob der Störung. Ich freue mich trotzdem über ihn.
Schon bald geht es wieder bergauf. Die letzte Steigung vor dem Heimkommen. Noch einmal anstrengen und dann auf den letzten Metern locker auslaufen lassen.
Tja Schweinehund, die Saison ist hiermit eröffnet. Ich trete wieder in die Pedale. Die Vanillekipferl können schon mal einpacken.


Advertisements

2 Gedanken zu “Back on the road.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s